100 Prozent Vormittagsbetreuung im Kindergarten

Die Lage:

Im Moment liegt die Betreuungsquote im Vormittagsbereich für Kinder von 3 bis 6 Jahren in Weener laut Landkreis Leer nur bei 87,05 Prozent. Im Kindertagesstättenbedarfsplan vom Juli 2021 werden für Weener 502 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren erfasst. Es gibt aber nur 437 Plätze am Vormittag. Selbst wenn man die jüngst hinzugekommenen Plätze beim Kindergarten Bunte Welt (15 Plätze) hinzurechnet, die noch nicht im Plan stehen, kommt man auf 452.

Es fehlen also 50 Plätze.

Das Problem:

Nicht nur für die Eltern ist eine gesicherte Vormittagsbetreuung für Kinder im Kindergartenalter wichtig. Auch für die Kinder selbst ist die Möglichkeit, mit ihren Altersgenossen zu spielen, enorm wichtig. Wenn nun also fast alle Kinder einen solchen Platz am Vormittag haben, aber einige nicht, ist das ungerecht diesen Jungen und Mädchen gegenüber. Hier müssen wir handeln.

Die Lösung:

Darum sollten in Weener zwei neue Gruppen geschaffen werden. Eine Gruppe davon sollte am Kindergarten Stapelmoor angebaut werden. Denn nur dort gibt es überhaupt noch Platz bei einem städtischen Kindergarten. Zudem wird durch die im Mai beschlossenen Aufwertungsarbeiten rund um die Schule der Außenbereich angepackt. Wenn hier sowieso in den kommenden Monaten rund um den Kindergarten alles aufgerissen wird, sollte man die Gelegenheit nutzen und eine weitere Gruppe bauen.

Eine weitere Gruppe könnte man beim Kindergarten Holthusen schaffen. Die Kinder aus dem Kindergarten Holthusen sind ohnehin schon oft im Stadtwald. Es bietet sich hier an, einen Waldkindergarten anzubieten. Das bedeutet, dass ein Bauwagen im Stadtwald Anlaufpunkt für die Gruppe ist. Dann können die Kinder spielerisch im Wald lernen und spielen. In unseren Nachbarkommunen gibt es solche Konzepte bereits seit langem. Die Plätze sind immer als erstes belegt.

Was kostet das?

Die Installation einer neuen Gruppe beim Kindergarten Stapelmoor dürfte bis zu 400.000 Euro kosten. Die Einrichtung eines Waldkindergartens in Holthusen ist sicherlich für einen mittleren fünfstelligen Betrag umsetzbar. Schwieriger wird es hingegen wohl werden, die passenden Fachkräfte zu finden.

Wir sollten es in jedem Fall versuchen.