Für den Sport: Fördersatzung und Förder-Netzwerk

Die Lage:

In Weener gibt es viele große und kleine Sportvereine, egal ob Fußball, Handball, Tennis, Leichtathletik oder Schwimmen. Hunderte von ehrenamtlichen Trainer:innen, Betreuer:innen und Helfer:innen sorgen dafür, dass in der Vereinswelt in unserer Heimatstadt der Ball rollt, die Hürden stehen und die Laufbahn frei ist. Das können die Ehrenamtlichen allerdings nicht alleine, denn eine ideelle und auch finanzielle Unterstützung dieser Arbeit ist durch die Stadt Weener unbedingt nötig. Gerade wenn die Corona-Krise zu Ende geht, müssen die Vereine schnell wieder ans Werk gehen können, vor allem bei der Kinder- und Jugendarbeit.

Das Problem:

Ehrenamtlichen Einsatz zu leisten, das ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer schwieriger geworden. Egal ob nun stärkere Belastungen in der Arbeitswelt, höhere Anforderungen bei Genehmigungen und Gesetzen oder einfach auch die Konkurrenz bei vielen Sportvereinen durch Smartphones und Spielekonsolen – sich in seiner Freizeit gerade für Kinder und Jugendliche zu engagieren, erfordert ein hohes Maß an Opferbereitschaft.

Nach der Corona-Krise wird es für den Neustart der Vereine noch schwieriger, vor allem die Kinder und Jugendlichen wieder ins Training, in die Mannschaften und in den regelmäßigen Kontakt zu bekommen. Außerdem werden die weiterhin notwendigen Anforderungen an Hygienekonzepte und ähnliches die Kosten für die Vereinsarbeit eher erhöhen. Die Einnahmen für die Vereine, zum Beispiel durch Vereinsfeste, Spiele mit Zuschauern oder Spendenaktionen werden für die nächste Zeit auf einem Minimum bleiben.

Doch auch der städtische Etat wird in den kommenden Jahren unter sinkenden Steuereinnahmen leiden – es bleibt also weniger Geld übrig, um es an die Vereine verteilen zu können.

Die Lösung:


1) Ich möchte eine neue Fördersatzung für alle Sportvereine in Weener auf den Weg bringen – gemeinsam mit den Vereinen. Diese soll dann ab 2022 gelten. Zusammen müssen wir uns an einen Tisch setzen und die Bedingungen klären, für die es von der Stadt Zuschüsse gibt. Dabei sollen sowohl Investitionen gefördert werden, aber vor allem der Einsatz der Ehrenamtlichen für die Kinder- und Jugendarbeit.

Das gilt natürlich für alle Arten von Sport, ob nun Fußball, Leichtathletik, Schwimmen, das Schützenwesen oder auch Segeln.

2) Außerdem möchte ich auf diesem Weg erreichen, dass die Sportvereine zu besseren Bedingungen Dienstleistungen und Waren erhalten. So könnte zum Beispiel die Platzpflege aller Sportplätze zentral organisiert werden, könnten Trainingsutensilien für alle Sportvereine zentral beschafft werden. Dies dürfte dafür sorgen, dass die Kosten für jeden Verein sinken.

3) Zu guter Letzt ist mir der ständige Austausch zwischen der Stadtverwaltung und den Vereinen wichtig. Die Tür ins Rathaus muss für die Vereine immer offen stehen und auch untereinander sollten sich die Sportvereine besser vernetzen. Die Stadt kann hier den Rahmen anbieten – zum Beispiel zu vierteljährlichen Treffen einladen und ein Förder-Netzwerk, einem Intranet für die Vereine, aufbauen (wo man dann alle wichtigen Informationen zum Vereinswesen, zur Vereinsförderung, zu Regeln und Richtlinien auf einen Blick findet). Vielleicht enstehen so noch mehr und vielfältigere Kooperationen zwischen den Vereinen, hilft man sich untereinander noch besser aus und kann vom anderen lernen – und die Stadt lernt gleich mit.