„Free for all 2022“ – Die Rückkehr des Festivals

Die Lage:

Bis 2016 gab es mit dem „Free for all“ (FFA) ein weit über Weener hinaus bekanntes Rock/Metal-Festival, das viele tausend Musikfans in den Stapelmoorer Park gelockt hat. Am wichtigsten aber dabei ist: Bis zu 100 Ehrenamtliche haben das Festival auf die Beine gestellt und so das vorgelebt, was wir uns alle wünschen: Eine lebendige, vielfältige und engagierte Bürgerschaft. Durch die Unterstützung der Vereine, der Nachbarschaft und auch der Stadt war es bis jetzt elf Mal möglich, dieses Festival in unserer Stadt erleben zu dürfen. Viele Musikfans und vor allem die Organisatoren wünschen sich, dass das „Free for all“ wieder zurückkommt.

Das Problem:

Die rechtlichen Hürden bei den Themen Sicherheit und Infektionsschutz sind für ein solches Festival hoch. Gerade für ehrentamtliche Organisatoren ist es eine große Herausforderung, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Am schwersten wiegt aber dabei die Haftungsfrage. Daran ist am Ende auch das FFA 2017 gescheitert, weil die Haftungsfrage nicht abschließen geklärt werden konnte und das Risiko von Seiten der Behörden als nicht vertretbar eingeschätzt wurde.

Die Lösung:

Die Organisatoren sind „heiß wie Frittenfett“, wie selbst sagen. Sie stehen in den Startlöchern um das FFA wieder auferstehen zu lassen. Auch viele Ehrenamtliche haben ihre Unterstützung bereits wieder in Aussicht gestellt. Wenn die Stadt Weener also die Haftungsfragen klärt und die Risiken einer solchen Veranstaltung in den Griff bekommt, kann es losgehen. Das kann die Stadt Weener aber nicht alleine – weder organisatorisch noch finanziell. Es bietet sich darum eine Zusammenarbeit mit der Stadt Papenburg an. Dort gibt es nicht nur eine breit aufgestellte Veranstaltungsabteilung, sondern auch in Papenburg gab es bis vor einigen Jahren die Tradition eines „Umsonst und draußen“- Festivals mit Rock- und Metalmusik.

Es wäre also eine gute Möglichkeit, dass beide Städte – Weener und Papenburg – das „Free for all“ in die Hand nehmen, unter dem Motto: „Zwei Städte – ein Festival“. Dann könnte die Neuauflage 2022 in Weener stattfinden und dann 2023 in Papenburg. So gewinnen die Weeneraner:innen und die Papenburger:innen.

Allerdings müssten noch ein paar weitere Dinge beachtet werden: So sollte zunächst die Größe des Festivals auf 2.500 bis 3.000 Besucher begrenzt werden – nur so bekommt man die Auflagen der Sicherheit und des Infektionsschutzes in den Griff. Damit das funktioniert, müsste man auch Karten verkaufen, für beispielsweise 10 Euro pro Karte. Dafür erhält man dann aber auch einen ganzen Tag ein Festival.

Diese Dinge verändern sicherlich etwas die Ausrichtung des FFA. Aber der Kern, das Herz, die Seele des „Free for all“ werden bleiben – denn das sind die Organisatoren, die Ehrenamtlichen, die Menschen, die das Festival mit Leben füllen. Diesen Menschen eine Bühne zu geben, dass will ich erreichen.